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Arzu Degirmenci: Was tun damit Theater überleben können? Sie müssen umdenken!

Die Theater haben es schwer. In einer Welt voller Satelliten-Fernsehen, 3D-Kinos und Videospielen entscheiden sich immer weniger Menschen für einen Theaterbesuch. Der demografische Wandel entspannt die Situation auch nicht, und so experimentieren die Marketingabteilungen der Schauspielhäuser neuerdings mit grellen Flyern und überdimensionierten Plakaten für neue Stücke, im Wettbewerb um neue Kundschaft.

 

Das Thalia-Theater in Hamburg hat es vorgemacht. Vor fast drei Jahren wurde die Thalia-Pfadfinder-Generation ins Leben gerufen, ein Förderprogramm für junge Erwachsene mit Migrationshintergrund. Das Ziel des zweimonatigen Programms ist es, einen Einblick hinter die Theaterkulissen zu bekommen und gemeinsam mit Dramaturgen, Regieassistenten und Schriftstellern über Stücke und Protagonisten zu philosophieren und zu diskutieren.

Mit Erfolg: Die Pfadfinder bloggen fleißig zum Lessing-Festival über nationale und internationale Stücke, die sie sonst nur schwer zu Gesicht bekämen. Dass Theater nicht verstaubt und antiquiert sein muss, zeigen die lebensweltlich nahen Themen. So dreht sich alles während der Lessing-Tage, die unter dem Motto „Um alles in der Welt“ veranstaltet werden, um die Themen Kultur, Toleranz und Religion. Diese Themen wurden vor 200 Jahren von dem deutschen Schriftsteller und Vordenker Gotthold Ephraim Lessing in seinen Werken behandelt und sie sind heute mindestens genauso aktuell wie damals. Das sind die Themen, die junge Leute erreichen, Themen, die sie an ihre Lebenswelt anknüpfen können.

Dem Thalia-Beispiel sollten auch andere Theater folgen, wenn sie weiterhin Zuschauer in den ersten Reihen sitzen haben möchten. Schon jetzt fehlen die Dauer-Abonnenten, die mit ihren Eintrittsgeldern zum Bestehen der Ensembles beitragen. Umdenken bedeutet also, neue Zielgruppen zu gewinnen. Zielgruppen wie junge Menschen mit Migrationshintergund, denn in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Stuttgart hat jedes zweite Kind unter sechs Jahren einen Migrationshintergrund.

Aber nicht in jedem Haushalt mit Migrationshintergrund stehen Goethe oder Schiller im Bücherregal. Dort finden wir andere Bücher, wie die des türkischen Schriftstellers Zülfü Livaneli oder des iranischen Lyrikers Ahmad Shamlou. Warum werden also die klassischen Stücke so wie immer gespielt, zumal sie nur wenige Migrantenfamilien ansprechen? Dazu gehört auch, dass man durchaus hinterfragen sollte, ob Faust und Gretchen nicht auch von Menschen mit Migrationshintergrund gemimt werden können. Und was ist mit den Regisseuren, deren zweite Muttersprache nicht gleich Englisch, Französisch oder Niederländisch ist, sondern Farsi, Türkisch oder Arabisch?

Dass zwischen „deutscher Bühne“ und „Migrant“ keine unüberwindliche Kluft liegt, zeigt das Beispiel des Thalia-Theaters. Viele Thalia-Pfadfinder fühlen sich nach dem Förderprogramm auch mit der Hochkultur verbunden und engagieren sich weiter ehrenamtlich im Thalia-Theater. Darauf ließe sich aufbauen: Eine stärkere Zusammenarbeit und Patenschaften der Theater mit Schulen und Universitäten würde zu einer neuen und bunten Generation von Theater-Liebhabern beitragen und zukünftig neue Abonnenten für die ersten Reihen sichern.

Hochkultur-Liebhaber könnten mit Spenden die Zusammenarbeit unterstützen und so ihren Beitrag dafür leisten, dass auch neue deutsche Generationen alte deutsche Traditionsstücke kennenlernen.

Umdenken und Mut, das benötigt die Theaterlandschaft, um überleben zu können.

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