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Mehdi Chahrour: Herr Jauch, bleiben Sie bei Ihrer Quizshow!

„Im Namen Allahs – was tun gegen Deutschlands Gotteskrieger?“, lautete der Titel der Talkshow von Günther Jauch am Sonntagabend in der ARD. Ein Verbalabtausch zwischen Aussteigern, vermeintlichen Experten, einem Politiker und einem Moderator, der Quizmaster bleiben sollte.

Herr Jauch, bleiben Sie doch bitte bei Ihrer Quizshow und lassen sie die Finger von Themen, die Sie nicht verstehen. Sie hatten bei Ihrer letzten Talkshow mit dem Titel „Im Namen Allahs – was tun gegen Deutschlands Gotteskrieger?“ leider keinen klugen Monitor vor sich, wie bei RTL, der Ihnen die richtigen Antworten und sogar noch Hintergrundwissen bereitstellt.

Nein, Sie waren überfordert und haben Deutschland speziell mit Ihrer Gästeauswahl keinen Gefallen getan. Ein Teil Ihrer Gäste, darunter Volksvertreter, verstanden den Ernst und die Bedeutung der Lage nicht: Ängste existieren im öffentlichen Raum, medial geschaffenes Misstrauen und Debatten, die auf perfide Art und Weise geführt werden – wie die gestrige – vergiften das gesellschaftliche Klima.

1. Erkenntnis: Saudi-Arabien Maßstab unserer Demokratie
Eine ausgewogene und lösungsorientierte Diskussion gießt kein Öl ins Feuer; Gleiches gilt aber nicht für diesen Politiktalk, der zur besten Sendezeit deutsche Haushalte erreichte. Die Zuschauer erfuhren von Herrn Bosbach, dass der Umgang der saudischen Diktatur mit Minderheiten, irgendwas mit uns in Deutschland zu tun hat, dass hier angeblich eine enge Verbindung besteht und dass die Muslime, die hier leben, sich freuen sollten und das Meckern aufgeben müssten, denn in „ihren Ländern“ ist der Umgang mit Minderheiten noch viel schlimmer.

Ich bin wirklich verwundert: Seit wann orientieren sich unsere innerstaatlichen Verhältnisse und Ordnungen an denen anderer Staaten? Ich kenne unser Rechtssystem zumindest so gut, dass ich weiß, dass der saudische Staat hierzulande über keine Gesetzgebungskompetenz verfügt. Es mag sein, dass ich den „saudischen“ Paragraphen in unseren Gesetzesbüchern überlesen habe. Ich bitte Herrn Bosbach, in seiner Position als Vertreter des Volkes und als ausgebildeter Jurist, aufrichtig darum, mir und der gesamten Republik diese Norm zu zeigen. Sollte diese Norm aber nicht existieren, so muss er den Verdacht akzeptieren, dass er sich in die Division der Panikmacher eingereiht hat und Ängste schürt, nicht akzeptable Analogien konstruiert und sich folglich nicht in den Dienst des Volkes stellt.

2. Erkenntnis: Ideologienbummler als Islamerklärer
Als wären Bosbachs unprofessionelle Aussagen nicht schon genug für den Zuschauer, füllte ein junger Mann, der sich anscheinend noch in seiner ideologischen Pubertätsphase befindet, die Sendezeit mit Halbwissen und Erzählungen über persönliche Erfahrungen. Persönlicher Hintergrund und Anlass für die Einladung in die Talkshow war, dass er vom Christentum zum Islam konvertierte und dann wieder Rolle rückwärts machte. Soweit ist alles in Ordnung. Fraglich ist allerdings der vom hohen Ross sichtbar gewordene Anspruch, den Islam besser als ausgebildete Theologen und Wissenschaftler erklären zu können. Nicht jeder, der einige Male in der Moschee war und sich vorübergehend einen Bart stehen ließ, ist Islamexperte. Ich sage ja auch nicht, dass ich die Chemie-Koryphäe schlechthin bin, nur weil ich gelegentlich im Chemieunterricht saß – die restliche Zeit war ich woanders und ich hoffe, das lesen meine Eltern jetzt nicht.

Es ist nicht nur die sonntägliche Runde bei Jauch gewesen. Grundsätzlich fällt es mir sehr schwer, die derzeitige Salafisten-Debatte ernst zu nehmen, denn während wir hier in Deutschland über angeblich gefährliche Wahhabiten (Wahhabiten ist treffender als Salafisten) streiten, ist es unsere Regierung, die wahhabitische Regimes mit Panzerlieferungen unterstützt und nicht nur zu deren Völkerrechtsverstößen schweigt, sondern die diplomatischen Beziehungen zu diesen Regimes verstärkt. Dieser Aspekt fehlte mir in der Diskussion bei Jauch. Aber es fehlte so einiges. Und insbesondere fehlte die Absicht, nicht ein Teil des Problems zu sein, sondern ein Teil der Lösung.

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